Nachhaltig und natürlich:
Brillen mit Botschaft
Auf den ersten Blick ist nicht ersichtlich, was im Unternehmen Rolf hergestellt wird. Ein sanftes Brummen erfüllt den Raum, während Glaskugeln in einer Schleifmaschine ihre Kreise ziehen – ein beinahe meditatives Schauspiel. Hier erhalten die Bohnenbrillen ihren letzten Schliff, damit sie ihren Brillenträgern ein besonders geschmeidiges Tragegefühl bieten. Mit der Präzision aus der Dentaltechnik fräst sich das Werkzeug durch ein Formteil aus Holz – der erste Schritt auf dem Weg zur fertigen Holzbrille. Nur wenige Meter weiter lässt ein 3D-Drucker aus pflanzenbasierten Pulver eine Bohnenbrille entstehen – Schicht für Schicht.
Erst ein Blick auf das hausinterne Museum offenbart, wofür Rolf steht: Rolf-Brillen sammeln weltweit Preise für Design, Material, Nachhaltigkeit und Innovation. Allein im Jahr 2025 gab es bereits zwei Red Dot Design Awards und den Green Product Award. Um genau zu sein entstehen in Weissenbach nicht nur Brillen, sondern Botschaften.
Um genau zu sein entstehen in Weissenbach nicht nur Brillen, sondern Botschaften.
Roland Wolf, Beruf: Inhaber. Berufung: Innovator
„Auf ein Produkt wartet der Kunde drei bis vier Wochen. Würden wir sofort liefern wie die Konkurrenz, ließe sich der Umsatz deutlich steigern. Doch diese Brillen wären weder nachhaltig noch natürlich.“
Wo in anderen Start-Up-Gründern mit etwas Glück die eine oder andere Idee glimmt, lodern sie aus Wolf regelrecht heraus. So ist es seinem Streben nach Nachhaltigkeit zu verdanken, dass alle 78 Arbeitsschritte einer Rolf-Holzbrille im Haus absolviert werden.
Rolf verbindet traditionelles Handwerk mit Hightech:
„Im fordernden Standort Österreich muss man über den Horizont hinaus denken, um damit Erfolg zu haben.“
Eine selbstbewusste Ansage. Warum auch nicht? Schließlich geben ihm seine Patente Recht.
78 Arbeitsschritte
Eine Brille aus Bohne? Klingt ungewöhnlich – ist aber ein Paradebeispiel für die Innovationskraft bei Rolf. Statt auf herkömmliche Werkstoffe setzt das Team auf ein pflanzenbasiertes Material, das in Pulverform in den 3D-Drucker wandert. Daraus entstehen präzise geformte Front und Bügel, die anschließend über ein flexibles Verbindungselement zusammengefügt werden. Möglich macht das das eigens entwickelte und patentierte Flexlock-Gelenk – eine schraubenfreie Lösung, die Beweglichkeit mit Stabilität vereint.
Die Brille aus Bohne. Kein Witz!
Während andere Hersteller den 3D-Druck lediglich als Designwerkzeug nutzen und weiterhin Metallscharniere einsetzen, denkt Rolf den Prozess konsequent zu Ende – materialübergreifend, funktional und mit Blick auf eine nachhaltige Zukunft. Die Bohnenbrille ist nicht nur ein technisches Statement, sondern auch ein Symbol dafür, was passiert, wenn man gewohnte Pfade verlässt und neue Materialien mit neuen Denkweisen kombiniert.
„Im fordernden Standort Österreich muss man über den Horizont hinaus denken, um damit Erfolg zu haben.“
Eine selbstbewusste Ansage. Warum auch nicht? Schließlich geben ihm seine Patente Recht.
Wo in anderen Start-Up-Gründern mit etwas Glück die eine oder andere Idee glimmt, lodern sie aus Wolf regelrecht heraus. So ist es seinem Streben nach Nachhaltigkeit zu verdanken, dass alle 78 Arbeitsschritte einer Rolf-Holzbrille im Haus absolviert werden.
Rolf verbindet traditionelles Handwerk mit Hightech:
„Im fordernden Standort Österreich muss man über den Horizont hinaus denken, um damit Erfolg zu haben.“
Eine selbstbewusste Ansage. Warum auch nicht? Schließlich geben ihm seine Patente Recht.
78 Arbeitsschritte
Eine Brille aus Bohne? Klingt ungewöhnlich – ist aber ein Paradebeispiel für die Innovationskraft bei Rolf. Statt auf herkömmliche Werkstoffe setzt das Team auf ein pflanzenbasiertes Material, das in Pulverform in den 3D-Drucker wandert. Daraus entstehen präzise geformte Front und Bügel, die anschließend über ein flexibles Verbindungselement zusammengefügt werden. Möglich macht das das eigens entwickelte und patentierte Flexlock-Gelenk – eine schraubenfreie Lösung, die Beweglichkeit mit Stabilität vereint.
Die Brille aus Bohne. Kein Witz!
Während andere Hersteller den 3D-Druck lediglich als Designwerkzeug nutzen und weiterhin Metallscharniere einsetzen, denkt Rolf den Prozess konsequent zu Ende – materialübergreifend, funktional und mit Blick auf eine nachhaltige Zukunft. Die Bohnenbrille ist nicht nur ein technisches Statement, sondern auch ein Symbol dafür, was passiert, wenn man gewohnte Pfade verlässt und neue Materialien mit neuen Denkweisen kombiniert.
„Im fordernden Standort Österreich muss man über den Horizont hinaus denken, um damit Erfolg zu haben.“
Eine selbstbewusste Ansage. Warum auch nicht? Schließlich geben ihm seine Patente Recht.
Hinter Rolf stehen drei Brüder: Roland, Bernhard und Christian Wolf. Was sie vereint, ist nicht die Ausbildung, sondern die Haltung. Die Liebe zur Natur. Zum Handwerk. Zum Schönen. Sie teilen einen Sinn für klare Formen, durchdachtes Design und die Kraft der Reduktion. Ihre Brillen sollen nicht lauter sein als die Menschen, die sie tragen – sondern ihnen Raum geben, sich selbst treu zu bleiben.
„Um Erfolg zu haben muss man im fordernden Standort Österreich über den Horizont hinaus denken.“
Bernhard Wolf, Geschäftsführer Rolf-Brillen
Das wirkt umso bemerkenswerter, wenn man weiß, dass Roland seine Optikerlehre abbrach. Auch Bernhard und Christian kamen ohne klassische Branchenerfahrung dazu. Was ihnen fehlte, ersetzten sie durch Neugier, Mut – und die Bereitschaft, Dinge radikal anders zu denken.
In jeder Fassung spiegelt sich diese Haltung wider: naturverbundene Materialien, ehrliches Handwerk und technische Finesse.
In Jogginghose, Shirt und Basecap präsentiert Roland seinen jüngsten Preis – den „MutMacher“ der Tiroler Tageszeitung, der ihm in der Kategorie Innovation verliehen wurde: „Als Rolf vor 16 Jahren gegründet wurde, ging das nur, weil mein Vater eine Hypothek auf sein Haus aufnahm.“
Doch ist die Bohenbrille so robust, wie die Konkurrenz aus China?
Statt einer langen Erklärung unterzieht Marketing-Mitarbeiterin Verena Lechleitner sie dem Crashtest: Sie drückt den schlanken Rahmen mit Wucht auf die Tischplatte, verdreht die Bügel, hämmert auf die Scharniere. Brillenträger dürften sich bei diesem brachialen Anblick erschrocken wegdrehen. Doch keine Sorge. Lediglich ein leises Knacken verrät, dass der Rahmen unbeeindruckt in seine Originalform zurückgleitet.
Neben dem Kunststoff ist dies den Brillengelenken zu verdanken. Die erfand, wie könnte es anders sein, auch Wolf.
Doch ist die Bohenbrille so robust, wie die Konkurrenz aus China?
Statt einer langen Erklärung unterzieht Marketing-Mitarbeiterin Verena Lechleitner sie dem Crashtest: Sie drückt den schlanken Rahmen mit Wucht auf die Tischplatte, verdreht die Bügel, hämmert auf die Scharniere. Brillenträger dürften sich bei diesem brachialen Anblick erschrocken wegdrehen. Doch keine Sorge. Lediglich ein leises Knacken verrät, dass der Rahmen unbeeindruckt in seine Originalform zurückgleitet.
Neben dem Kunststoff ist dies den Brillengelenken zu verdanken. Die erfand, wie könnte es anders sein, auch Wolf.
Brillen aus Stein, Bohne, Titan und Holz
Eine dünne Schieferplatte wird auf ein Trägermaterial geklebt und so in Form gebracht.
Eine Fräse schneidet den Rahmen exakt aus.
Von Hand wird das Produkt abgeschliffen und finalisiert.

Eine dünne Schieferplatte wird auf ein Trägermaterial geklebt und so in Form gebracht.



Eine Fräse schneidet den Rahmen exakt aus.
Von Hand wird das Produkt abgeschliffen und finalisiert.
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Dass Wolf dem vor einigen Jahren beinahe zum Opfer gefallen wäre, lässt sich heute kaum erahnen. Er wirkt tiefenentspannt – mental wie optisch. In Jogginghose, Shirt und Basecap gekleidet erzählt er, dass er Rolf vor 15 Jahren nur aufbauen und erste Holzbrillen entwerfen konnte, weil sein Vater eine 50.000 Euro-Hypothek auf das Elternhaus aufnahm.
„Man sagt, es brauche Inspiration. Oder Muße. Blödsinn! Man kommt weiter, wenn man Druck hat.“
„Weißt du, was jemanden zu Neuem antreibt?“ sinniert der Visionär:
Roland Wolf, Inhaber
Dem generösen Startkapital zum Trotz scheiterten Wolfs Brillen aus Horn. Keineswegs wegen deren Qualität. Vielmehr waren die Maschinen, in denen sie entstanden, selbst entworfen und folglich nicht TÜV-zertifiziert.
Der Staat legte Veto ein und Wolf war gezwungen sich auf Holzbrillen zu fokussieren: „Zu den größten Hürden junger Firmen zählen fehlende Ressourcen bei Technologie, Maschinen sowie Entwicklung.“
From farm to beer
Ein Glück, dass Rolf facettenreich denkt. Nur so ist es möglich neben Stein-, Bohnen- und Holzbrillen bald auch Titanmodelle herzustellen.
Der Raum, in dem sie produziert werden, erinnert an Weltraumforschung. Eine eigene Klimaanlage umsorgt die sachte bebende, mannshohe Maschine, in deren Gasatmosphäre Metallpulver zu filigranen Rahmen verschmelzt wird.


Die Königsklasse
Während sich ein Forschungsteam noch mit Feinheiten zum Titan beschäftigt, ist der Visionär schon einen Schritt weiter. Das nächste Material sei bereits in Planung. Details verrät er nicht. Klar ist, dass dessen Umsetzung nur eine Frage der Zeit sein wird. Denn wie sagte schon der griechische Philosoph Heraklit:
Nichts ist so beständig, wie der Wandel.
Entdecke die Welt der Rolf Brillen unter:
www.rolf-spectacles.com






