Red stylized "Tirol" logo next to black text "AGRARMARKETING TIROL" on a white background.

Inhalt des Werbetreibenden

Mit der Verleihung des Tiroler Lebensmittelinnovationspreis werden die lokalen Innovationsleistungen einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit werden maßgeblich durch Innovationskraft beeinflusst. Umso wichtiger ist es, sich bereits heute Gedanken um das Morgen zu machen, um den vielfältigen Herausforderungen begegnen zu können. Dieser Preis ist ein Gemeinschaftsprojekt von der Agrarmarketing Tirol, dem Landesgremium des Tiroler Lebensmittelhandels in der Wirtschaftskammer Tirol und der Landwirtschaftskammer Tirol.

Das sind die Finalisten:

Pink sparkling wine, "Frizzanti" bottles, and glasses with one being poured.

Prickelnde Lebensfreude
aus Osttirol

Die Naturbrennerei Kuenz aus Dölsach zeigt, wie modern Tradition schmecken kann. Mit dem FRIZZANTI 0,0% hat das Osttiroler Familienunternehmen ein alkoholfreies Spritzgetränk auf den Markt gebracht, in dem Regionalität und Innovation zu bewusstem Genuss zusammenfinden. 

Aerial view of a large vineyard or orchard field with surrounding houses, roads, and green spaces.

Wenn über den Streuobstwiesen in Dölsach der Nebel aufsteigt, spürt man den Pulsschlag der Natur. Im sonnenverwöhnten Süden Tirols eingebettet liegt der Kuenzhof. Er ist seit nahezu 400 Jahren im Besitz einer Familie, die sich der Landwirtschaft verschrieben hat.

Two men in "KUENZ" branded shirts stand in a lush apple orchard.

Mit den Brüdern Johannes und Florian Kuenz bewirtschaftet die 12. Generation 13 Hektar Grund, verarbeitet die Ernte von 60.000 Obstbäumen und ist dabei innovativer Impulsgeber für den Betrieb. Parallel zum Obstbau ist auch die hauseigene Brennerei gewachsen. Mittlerweile tragen nicht nur Edelbrände von Apfel bis Zirbe Kuenz-Etiketten, sondern auch mehrfach ausgezeichneter Whisky aus Osttiroler Gerste und exklusiver Alpine Dry Gin.

Bei Familie Kuenz bedeutet Tradition auch, den Betrieb mit Weitblick weiterzuentwickeln. Jede Generation hat eigene Ideen eingebracht. Vor diesem Hintergrund haben die Brüder heuer den FRIZZANTI 0,0% entwickelt.

Two men holding bottles, smiling in front of Schnapsgarten Kuenz with mountains.
„Wir haben immer ein Ohr am Puls der Zeit und machen, was zu uns passt und uns selber schmeckt.“

Florian und Johannes Kuenz,
Naturbrennerei Kuenz

A KUENZ FRIZZ ANTI label, featuring 'VON NATUR AUS TIROL' and '0.0% Apfel-Ribisel Spritz' on a production line.

Der FRIZZANTI 0,0% ist ein vielschichtiges Premium-Getränk mit eigenständigem Profil, das sich von klassischen Limonaden oder entalkoholisierten Produkten geschmacklich abhebt: mit weniger Süße und mehr natürlichem Aroma. Wer die Flasche entkorkt, darf ein sinnliches Erlebnis erwarten, das die Qualität der sorgfältig ausgewählten Osttiroler Apfelsorten und das Wissen um ihre Verarbeitung widerspiegelt.

Premium-Qualität 

Close-up of a hand holding a champagne bottle with the cork partially out, ready to pop.

Er schimmert in tiefem Rubin, seine feinperlige Kohlensäure tanzt im Glas und bildet eine Schaumkrone. In der Nase entfaltet sich sein herrliches Fruchtaroma – getragen von sonnenverwöhnten Äpfeln, gepaart mit einer subtilen Beerennote und abgerundet von würzigen Kräutern. Am Gaumen überrascht der FRIZZANTI 0,0% mit ausbalancierter Säure: herrlich spritzig und angenehm frisch. Die elegante Tiefe begeistert.

Ein Fest für die Sinne

Ob als alkoholfreier Aperitif, als stilvolle Begleitung bei einer Feier oder Erfrischung zwischendurch: Der „Adult Soft Drink“ – so die Klassifizierung – „Passt immer.“, wie sein Slogan verrät. Sein Name FRIZZANTI 0,0% – zusammengesetzt aus FRIZZ (fürs Spritzige) und ANTI (fürs Alkoholfreie) – ist Programm. Gut gekühlt und pur, aber auch als Longdrink, mit Kuenz-Gin oder -Edelbränden kommt seine Perlage perfekt zur Geltung.  Seine beeindruckende Fülle entsteht ganz ohne künstliche Aromen – allein durch das harmonische Zusammenspiel seiner natürlichen Inhaltsstoffe.  

„Passt immer.“ 

Four people toast with glasses outside the Schnapsgarten distillery, with barrels and bottles visible.

Im September wollen die Kuenz-Brüder ihren FRIZZANTI 0,0% auf der FAFGA der Gastronomie einschenken und damit einmal mehr beweisen, dass Handwerk, Heimatverbundenheit und Innovationsgeist die besten Zutaten für außergewöhnliche Genussmomente sind.

A person sprinkles salt onto a bowl of potato chips next to a bag of "Tiroler Tschips" and raw potatoes.

Tiroler Chips mit
Alpensalz und Schmäh

Am Anfang war das Alpensalz. Die Erdäpfel kamen erst später. Zusammengefunden haben beide im März und ihre gemeinsame Zukunft ist vorbestimmt: Ab September sollen sie als Tiroler Tschips mit ihrem „Knusprig mit Kchhhhh“ zum Zugreifen verführen.

Die Leidenschaft für hochwertige Kulinarik begleitet Johanna Jenewein schon immer. Ihr Werdegang führte in verschiedene PR-Abteilungen der Lebensmittelbranche. Schließlich griff sie selbst nach der Pfanne und siedet seither die Essenz der Alpenjenes Salz, das die Idee für die Tiroler Tschips gab.

White powder, possibly flour or sugar, being poured onto a large pile in a black pan.

Die Überlegung „Was können wir mit unserem Alpensalz noch alles machen?“, das Wissen um den Tiroler Erdäpfelüberschuss und nicht zuletzt die persönliche Vorliebe für pikantes Knabbern waren für Johanna und ihren Mann Martin ausschlaggebend, um die ersten Chips aus Tiroler Erdäpfeln auf den Markt zu bringen.

Weniger Fett, mehr Geschmack 

Schnell waren regionale Erdäpfelbauern gefunden und eine Produktionsstätte angefragt. Die Tiroler Tschips überzeugen mit Geschmack: mehr Knusper durch 1,8 mm starke Scheiben, volles Kartoffelaroma dank alter Sorten, 30 % weniger Fett durch Niedrigtemperatur-Vakuumfrittieren und eine Veredelung mit naturbelassenem Tiroler Alpensalz. „Das schmeckt aufgrund seiner Mineralstoffe wie eine Gewürzmischung“, beschreibt Johanna. Dabei sind die Tiroler Tschips mild und ausgewogen und – im Vergleich – weniger salzig.

A person sprinkles salt onto a bowl of potato chips next to a bag of "Tiroler Tschips" and raw potatoes.

Der Slogan „Knusprig mit Kchhhhh ...“ auf der Verpackung kündigt an, welches Geschmackserlebnis man erwarten darf. „Über das Spiel mit dem Dialekt-k kommt auch der Spaß nicht zu kurz. Jede Packung wird damit zum authentischen Stück Alpenregion“, freut sich die Erfinderin und betont: „Innovation bedeutet, Herkunft, Humor und Handelslogistik zu einem Produkt zu verbinden, das emotional zündet.“  

Smiling blonde woman with a basket of potatoes and a "Tiroler Ttschips" sign in the background.

„Knusprig mit Kchhhhh ...“

A woman presents Tiroler Tschips next to an easel displaying a vibrant chip poster in an outdoor setting.

„Ich finde es spannend, über die Verpackung zu kommunizieren. Der Wert eines regionalen Produkts sollte sich darin widerspiegeln.“

Johanna Jenewein,
Tiroler Tschips

Viele regionalen Lebensmittel würden im Markenauftritt nicht den Wert ihres Inhalts widerspiegeln, ortet Johanna ein Manko. Sie kommuniziert auch über die Verpackung. „Mit Schmäh holt man auch die Jugend ab“, weiß die PR-Frau. Unter den Testessern waren die Teenager der Familie, Clara und Jakob, und internationale Kundschaft. Die Tiroler Tschips haben bereits auf einer Messe in München den Zeitgeist getroffen.

Johannas Erfolgsrezept: Sich nicht von einer Idee abbringen lassen: „Am Anfang gibt es immer Stimmen, die abraten.“ Hätte die Tirolerin darauf gehört, würde es in den Tiroler Regalen nicht bald „Kchhhhnuspern ...".

Die Tiroler Tschips sind als Start eines wachsenden regionalen Sortiments gedacht. Geschmacksvarianten mit heimischen Zutaten – etwa Speck und Kräutern – und regionalen Kooperationspartnern sind angedacht. Ziel ist, eine sichtbare humorvolle Tiroler Lebensmittelmarke aufzubauen, die regionale Produkte veredelt und Wertschöpfung in der Region hält. 

Close-up of hands preparing food, one hand holds a potato half while a finger touches its surface.
A close-up of a bee collecting pollen from a cluster of vibrant blue flowers amidst green foliage.

Bienen fliegen auf Außerferner Hightech

Viele Abschlussarbeiten verschwinden nach dem Schreiben in einer Schublade. Nicht so an der HTL Reutte. Hier startet mit BeeTronic das Projekt einer Diplomarbeitsgruppe durch. Die Digitalisierung eines Bienenstocks wird die Arbeit der Imker „gewichtig“ erleichtern.

Die Suche nach einem Partnerbetrieb gestaltete sich für Luca Eisele, Felix Steiner, Fabian Turnsperger und Leon Wolf holprig. Das Gute lag aber näher als vermutet. Nach drei Fehlversuchen „bestäubte“ Betreuungslehrer Peter Steger, selbst passionierter Imker, seine Schüler mit der Idee einer Bienenstockwaage. Mit viel Fleiß und Engagement dachten die jungen Männer ein bereits bestehendes Produkt weiter und entwickelten das modular aufgebaute, günstigere BeeTronic-System.

Three young men collaborate on a project, using a laptop and various electronics next to a 3D printer.

Bienenstockwaagen sind nicht neu, aber teuer. Als Werkzeuge der modernen Imkerei überwachen sie das Gewicht eines Stocks und können Informationen über die Gesundheit, die Honigproduktion oder die Nahrungsversorgung der Bienen geben. Sie verbinden den Imker digital mit seinen Völkern. Die gewonnenen Daten werden ihm in Echtzeit übertragen. Damit kann der Imker rasch auf Veränderungen im Stock reagieren.

Digitale Unterstützung

Person in a white glove installing a BeeTronic device on a wooden beehive, another hand assisting.

„Deutliche Gewichtsveränderungen geben Auskunft über den Zustand eines Schwarms“, erklärt Peter Steger dazu. Räuber, Krankheiten oder das Abwandern eines Teils des Volkes können dafür Ursachen sein.

Freilich lassen sich Veränderungen im Stock auch durch Nachschau feststellen. Der Imker muss dafür aber jedes Mal die Beute öffnen. Das stört das Volk und die Honigproduktion. 

Der Einsatz einer Bienenwaage stiftet doppelten Nutzen: Der Imker bleibt aus der Ferne informiert und seine Völker können vor Ort ungestört ihrer Arbeit nachgehen. Bisher war für jeden Bienenstock ein Gesamtsystem nötig, hier setzt BeeTronic an.

Das Gewicht der Beute spricht

A fuzzy honey bee collects nectar from a vibrant purple wildflower, with pollen visible on its legs.
Five men, one kneeling with a device, pose outdoors in front of a house, possibly a team or family.
„Wir wollen die Imkerei ins digitale Zeitalter führen. BeeTronic soll Imker bestmöglich bei der Pflege ihrer Bienen unterstützen.“

Leon, Luca, Felix und Fabian,
Diplomanden HTL Reutte,
mit Betreuungslehrer Peter Steger

BeeTronic ist modular aufgebaut und vielfältig erweiterbar. Pro Bienenstand können über einen einzigen Verbindungspunkt beliebig viele Stöcke überwacht werden. Das schont Ressourcen und spart Kosten. Das Grundelement besteht aus einem mit Elektrotechnik bestückten Aluprofil, das unter dem Stock angebracht wird. Zusätzlich zum Gewicht können Sensoren die Temperatur im und außerhalb vom Stock und die Feuchtigkeit messen. Der für den Betrieb nötige Strom wird netzunabhängig über Solarpaneelen eingespeist. Das erlaubt den BeeTronic-Einsatz auch an entlegenen Orten.

Modular und energieautark

Close-up of various electronic components like sensors, circuit boards, and wires on a textured surface.
A person holds a smartphone displaying a temperature monitoring app with graphs and data for stock and outdoor temperatures.

Die benutzerfreundliche BeeTronic-App ermöglicht dem Imker den Zugriff auf die Daten in Echtzeit. Die App nimmt – ebenfalls neu – auch Auswertungen und Analysen vor. Bienenstock und Imker sind somit rund um die Uhr das ganze Jahr über verbunden. Störungen werden unverzüglich aufs Handy gemeldet. Die gesammelten Informationen haben nicht nur eine Aussagekraft über den zu erwartenden Honigertrag und seine Qualität, sondern sind auch gelebter Arten- und Naturschutz.

Praktische App

Betreuungslehrer Steger hat BeeTronic selbst im Einsatz. Die Technik funktioniert ausgezeichnet und ist mittlerweile auch praxiserprobt. Die Schüler haben damit den Tiroler Nachwuchs-Ingenieur-Preis 2026 (TINIP) erhalten.

Noch werden die Profile von Hand zusammengebaut und mit Elektronik bestückt, doch der Weg zur Serienreife der Ehrwalder Bienenwaage ist geebnet. Ein Start-up ist bereits gegründet. Weitere BeeTronic-Exemplare sollen bei Imkern in der Region zum Einsatz kommen und mit ihren Messdaten die Produktreifung vorantreiben.

Demnächst serienreif

Person assembling electronics in a metal enclosure on a cluttered workbench with tools and components.
Man walks towards 'KLAMM 80b' butchery and slaughterhouse in Leutasch, Tirol.

Fleischgenuss
neu gedacht

Thomas Leitner ist von Kindesbeinen an Tierfreund und seit mehr als 20 Jahren Metzgermeister. Ein Widerspruch? Nein! Vielmehr sieht er das Eine als Voraussetzung für das Andere. In der Klamm80b wird „Fleisch anders gedacht“. Aus Respekt. Aus Überzeugung. Für die Region.

„Für uns ist Fleisch weit mehr als ein Lebensmittel. Es erzählt die Geschichte eines Tieres, eines landwirtschaftlichen Betriebes, ehrlicher Handwerkskunst und der Menschen, die mit Leidenschaft und Verantwortung dafür arbeiten“, erklärt der passionierte Schafbauer. „Die Bauern begleiten ihre Tiere über viele Monate, oft sogar Jahre. Sie kennen jedes Tier und übernehmen Verantwortung für ihr Wohl.“ Diese Wertschätzung erhält das Tier bei ihm.

A hand inspects a cut of raw meat labeled "Metzgerstück - Teres Major" on a metallic surface.

Montag ist Schlachttag in der Klamm80b. Da bringen die Landwirte aus der Region, aus dem Oberland, vom Arlberg, aus dem Außerfern, aber auch aus dem Alpbachtal ihre Rinder, Schweine und Schafe in die Leutasch und bleiben bei den Tieren, bis es dann so weit ist. „Fleisch kann nur entstehen, wenn ein Tier geschlachtet wird. Gerade deshalb tragen wir Metzger eine besondere Verantwortung“, betont der 43-Jährige. Sein Anspruch ist es, die Schlachtung so ruhig, kurz und stressfrei wie möglich zu gestalten. Mit größter Sorgfalt, fachlicher Kompetenz und tiefem Respekt vor dem Leben.   

Butcher in a white coat inspecting a large beef carcass hanging from a hook in a tiled room.

Die ganzheitliche Verwertung ist dem Metzgermeister ein Anliegen: „Jedes Tier ist wertvoll und zu schade, um es nur auf seine angeblich besten Teilstücke zu reduzieren.“ Auch weniger bekannte, sogenannte Special Cuts, haben großes geschmackliches Potenzial und können mit ihrer Konsistenz und Zartheit überraschen. Durch verschiedene Reifemethoden wird die Qualität der einzelnen Stücke optimiert. „Fleisch ist eines der wertvollsten Lebensmittel“, betont Thomas und meint damit nicht nur die kulinarische Bedeutung, sondern auch die Auswirkungen der Nutztierhaltung auf die Kulturlandschaft.

From Nose to tail

Various raw meat cuts with labels displayed on a metal tray, showcasing butchery preparations.

Sein Wissen gibt der Diplom-Fleisch-Sommelier gerne weiter: an Produzenten, an Kunden aus der Gastronomie und an Privatpersonen. Bewusstseinsbildung zum Ziel haben auch die Grill-, Wurst- und Zerlegekurse, die er regelmäßig anbietet. Gerade die Zerlegekurse sorgen immer wieder für Aha-Momente. Bei der abschließenden Verkostung wird nämlich erlebbar, dass Filet und Beiried nur für Unwissende die begehrtesten Fleischteile sind.

Wissen schafft mehr Mehrwert

Chalkboard with "Heute Cut it right zerlegekurs 1/2 Rind" in white chalk, announcing a butchering course.
A smiling butcher holds a cut of meat in a processing room with a hanging carcass and more meat.

„Unser Ziel ist es, die Menschen wieder näher an das Lebensmittel Fleisch heranzuführen – mit Offenheit, Wissen und Begeisterung.“

Thomas Leitner,
Metzgermeister

Three people, two men and a woman, smiling and focused on slicing meat outdoors on a wooden table.

Wie „Fleisch neu gedacht“ wird, hat der Metzgermeister gemeinsam mit Fleischliebhabern aus Gastronomie, Fotografie und Druckerei in einem Buch zusammengefasst. „Lina von A bis Z“ beschreibt die Zerteilung und Verwertung einer ganzen Kuh. Lina stammt aus der Nachbarschaft und steht stellvertretend für alle Nutztiere, in denen nicht nur viel Arbeit, sondern auch viel Zuneigung vom Bauern steckt. Die dabei demonstrierte Verwertung bedeutet sowohl für die Kuh als auch für den Landwirt einen Mehrwert, der sich auch im Fleischpreis niederschlägt. „Wer versteht, wo das Fleisch herkommt, geht bewusster und wertschätzender damit um“, ist Leitner überzeugt.

 

Lina von A bis Z

An open cookbook featuring a raw striploin steak on one page and information about "Beiried" (striploin) with a cow diagram on the other.
Black spiral-bound book cover with "LINA VON A BIS Z" in white blocks with outlined text.

Als Schnittstelle zwischen Produzenten und Konsumenten sieht der Metzgermeister seine Aufgabe auch darin, die Qualität des Fleisches und damit einen guten Preis zu garantieren, um die heimische Landwirtschaft zu. Das Zusammenbringen von heimischen Anbietern und Käufern wie es in der Klamm80b gehandhabt wird schließt regionale Kreisläufe, hält die Transportwege kurz und Wertschöpfung, Wertschätzung und Wachstumspotenzial bleiben im Land.

Vermitteln und bewahren

Fluffy chicks foraging in tall green grass with clover flowers.

Freilauf auf der Wiese bringt Qualität aufs Teller

Was war zuerst da, das Huhn oder das Ei? – Am Stöcklhof in Pettneu am Arlberg lässt sich das eindeutig beantworten: „Zuerst waren die Legehennen da“, erzählt Bauer Mario Matt. Die Arlberghendl kamen erst später dazu und sind ebenfalls von herausragender regionaler Qualität.

Den Betrieb um Masthühner zu erweitern, war eine Sache des persönlichen Geschmacks. „Wir waren vom Hendlfleisch der Großhändler einfach nicht begeistert“, schildert der 34-Jährige. Im Jahr 2019 kamen die ersten Wildmastküken auf den Hof. Die langsam wachsende, braun befiederte Rasse eignet sich ideal für die Freilandhaltung. Sie wird für ihr aromatisches Fleisch mit geringem Fettanteil und feiner Faser geschätzt.

A man in a cap and black t-shirt holds a tiny yellow chick in his hands, standing before a tractor and barn.
Mobile chicken coop with chickens in a grassy field, mountains in the background.

Die flaumigen Eintagesküken ziehen in den geschlossenen Stall und bilden von Sandwichpaneelen gewärmt ihr Federkleid aus. Nach 3 bis 4 Wochen wird in den mobilen Hehnastoi übersiedelt. Von der Spezialanfertigung gibt es gleich zwei. Hier führen die Arlberghendl ein artgerechtes Leben: viel Auslauf, Gelegenheit zum Scharren in der Erde, frisches Grün nach Saison, Sonnen-, oder zumindest Tageslicht das ganze Jahr über und hochwertiges Futter ohne Wachstumshormone, Antibiotika und Impfungen. „Wir wissen, wie unsere Tiere leben und können höchste Fleischqualität garantieren“, betont Hendlbauer Mario.

Mobiler Hehnastoi

Je nach gewünschtem Gewicht und ca. 8-9 Wochen werden die Hühner direkt am Hof geschlachtet. Ohne lange Transportwege, für mehr Tierwohl und beste Fleischqualität.

Nach dem Rupfen, Ausnehmen und Kühlen sind die Arlberghendl tags darauf verkaufsfertig. Privatkunden können das ganze Huhn oder Teile, frisch oder tiefgekühlt, direkt am Hof abholen. Größeren Abnehmern wie der Gastronomie oder Veranstaltern werden die ganzen Hühner zugestellt.

Man in an apron and cap is preparing whole chickens on a green cutting board in a tiled kitchen.
A gloved hand arranges raw chicken pieces on a green cutting board, preparing them for cooking.
Several pieces of raw chicken, possibly breasts or thighs, in a clear vacuum-sealed bag inside a container.

Feinschmecker können sich ihr Arlberghendl vorab sichern. Die nächsten frischen Hendl gibt’s im September und danach am Anfang jedes Monats bis Dezember. Nach einer kurzen Winterpause ziehen im Februar/März wieder kleine Küken am Stöcklhof ein und der Produktionskreislauf startet von Neuem.

Genuss auf Vorbestellung

Hands placing vacuum-sealed raw chicken wings in a dark container.
A smiling family of four, two adults and two children, holding baby chicks in a grassy field with mountains.

„Die Arlberghendl sind für uns eine Herzensangelegenheit. Die Arbeit mit der Natur und die Verantwortung für unsere Tiere motivieren uns jeden Tag.

Mario Matt,
Bauer am Stöcklhof in Pettneu,
mit Gattin Stefanie und den Zwillingen Emilia und Elias

Ohne die Unterstützung seiner Frau Stefanie wäre die Landwirtschaft – Mario ist Gemeindearbeiter in Teilzeit – nicht zu stemmen. Auch die vierjährigen Zwillinge Emilia und Elias helfen mit. Für ihren Einsatz wird die Familie Matt mit dem besten Fleisch weit und breit belohnt.

Mario, Huhn oder doch lieber Angusrind? – Die Antwort kommt schnell. „Ich könnte unser Hendlfleisch täglich essen." Ein Foto vom kürzlich am Grill zubereiteten Hendlburger spricht für sich.

Das Voting für den 3. Tiroler Lebensmittelinnovationspreis startet heute.
Die Stimmabgabe ist online von
3. August bis 11. September 2026 möglich.

Der Gewinner/die Gewinnerin wird aus den Stimmen der Fachjury unter dem Vorsitz von FH Prof. Dr.in Katrin Bach vom MCI - Management Center Innsbruck und des Publikumsvotings ermittelt.

Die Preisverteilung findet am
21. September, im Rahmen der FAFGA – 
Fachmesse für Gastronomie, Hotel und Design
(20. bis 22. September 2026,
Messe Innsbruck) statt.

Stimmen Sie für Ihren Favoriten ab!